Weiterer Abgang
2.DBBL
Weiterer Abgang bei den Chemcats: Megatalent Lilly Küppers geht den nächsten Karriereschritt
Die 21-Jährige Flügelspielerin kam vor fünf Jahren aus Hessen, entwickelte sich in Chemnitz zu einer festen Größe im Zweitliga-Basketballteam und zur Nationalspielerin. Nun wechselt sie zu einem Erstligaverein.
Der Umbruch im Kader von Basketball-Zweitligist Chemcats Chemnitz geht weiter – und die nächste Stammspielerin wird den Verein verlassen. Nach der US-Amerikanerin Erin Stroberg und der langjährigen Kapitänin Jessica Kluge wird mit Lilly Küppers auch die Spielführerin der vergangenen Saison ab sofort nicht mehr für Chemnitz auflaufen. Die 21-jährige Flügelspielerin macht den nächsten und folgerichtigen Schritt in ihrer Karriere und wechselt zu Erstligist MBC Weißenfels. Für die Sachsen-Anhalter ist Küppers bereits in den vergangenen zwei Jahren gelegentlich mit einer Doppellizenz aufgelaufen, weil es eine Kooperation zwischen beiden Vereinen gibt.
In Chemnitz zur Führungsspielerin gereift
Derzeit ist Lilly Küppers mit der deutschen U-23-Nationalmannschaft im 3×3-Basketball unterwegs, spielt ab morgen in der Youth Nations League in Litauen. Allein die Nominierung dafür zeigt, welch großes Potenzial die gebürtige Hessin hat. Sie stammt aus Babenhausen, im Alter von 16 Jahren wechselte sie nach Chemnitz zu den Cats und ans hiesige Sportgymnasium. Auf diese große persönliche Veränderung folgte nach nur einem halben Jahr ein großer Rückschlag: Küppers riss sich das Kreuzband, fiel zehn Monate lang lang aus. Nach ihrem Comeback wurde sie mehr und mehr zu einer Führungsspielerin beim Zweitligateam in Chemnitz und im Sommer vergangenen Jahres schließlich gemeinsam mit Routinier Lucile Peroche zur Kapitänin ernannt.
Pro- und Kontra-Liste vor dem Vereinswechsel
„Der Abschied aus Chemnitz fällt mir absolut nicht leicht. Die Stadt, der Verein und die Menschen hier sind mir sehr ans Herz gewachsen“, sagt Lilly Küppers, die verrät, dass sie sogar eine Pro- und Kontra-Liste gemacht habe, als sie über einen Wechsel entscheiden musste. „Am Ende ist aber schon länger klar gewesen, dass ich den nächsten Schritt in meiner Karriere gehen werde. Dass es Weißenfels geworden ist, hat auch den Hintergrund, dass ich dadurch nicht allzu weit weg bin von Chemnitz“, fügt Küppers, die in der vergangenen Saison im Schnitt 16,75 Punkte und 7,8 Rebounds machte und zur besten jungen Spielerin der gesamten 2. Bundesliga gewählt wurde, mit einem Augenzwinkern an.
Quelle: Freie Presse
Bild: A. Trienitz