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Favorit Wasserburg gestürzt

Der 21. und damit vorletzte Spieltag der Hauptrunde in der 1. Planet Photo DBBL ist Geschichte und endet mit einigen Überraschungen. Die größte davon gelang sicherlich dem Team von Amanda Davidson. Mit dem sicheren Klassenerhalt im Rücken zeigten die Chemnitzer Basketballerinnen einen wahnsinnigen Kampfgeist und bezwangen den Abo-Meister aus Wasserburg am Ende überraschend mit 67:60. Fast die gesamte Partie über konnten die Katzen mit dem Team vom Inn nicht nur mithalten, sondern zur Verwunderung vieler teilweise sogar deutlich bestimmen. Beide Teams schenkten sich von der ersten bis zur letzten Sekunde nichts, kämpften verbissen um jeden Millimeter und Ball auf dem Parkett. Die Verteidigung der ChemCats stellte die Gäste immer wieder vor Probleme und zwang das Team von Nikolay Gospodinov zu schweren Würfen. Lohn der intensiven Verteidigungsarbeit war eine 21:16-Führung nach den ersten zehn Minuten. Fast jeder erwartete, dass der bayerische Favorit noch vor der Halbzeit die Partie dreht, doch das Gegenteil war der Fall. Bis auf 38:24 konnte sich das Team von Amanda Davidson absetzen. Einige Unachtsamkeiten und unnötige Ballverluste ließen diesen schönen Vorsprung allerdings in wenigen Minuten zusammenschrumpfen. So wurden beim Stand von 39:33 die Seiten gewechselt. Der dritte Spielabschnitt verlief äußerst ausgeglichen, beide Seiten punkteten fast im Gleichschritt, der TSV am Ende mit zwei Zählern mehr. So mussten die alles entscheidenden letzten zehn Minuten die Entscheidung bringen. Und natürlich kam es, wie es kommen musste. Wasserburg verkürzte nicht nur den Rückstand, sondern drehte auch Partie zum 59:60 wenige Minuten vor Schluss. Allerdings sollten das die letzten Punkte des Titelverteidigers bleiben. Acht Punkte in Folge brachten Sachsens besten Basketballerinnen den überraschenden, aber absolut verdienten Heimerfolg, allein sieben Zähler davon gingen auf das Konto von Kendall Noble. Trainerin Amanda Davidson wollte aus der fantastischen Teamleistung, bei der mit Margot Vidal-Geneve (11 Punkte), Valerie McQuade (16 Punkte | 4 von 6 Dreier), Abigail Asoro, die mit 15 Punkten und 12 Rebounds erneut ein Double-Double erzielte, sowie Kendall Noble, die ebenfalls ein Double-Double (17 Punkte | 11 Rebounds) erzielte und Topscorerin der Partie wurde, gleich vier Spielerinnen zweistellig punkteten, eigentlich keine Spielerin hervorheben. Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt für die einzige Trainerin in der Eliteliga aber eine Parallele: „Was Kendall in den letzten Spielminuten gezeigt hat, war extrem stark. Wie sie sich bei den beiden Korblegern zum 63:60 durchgesetzt hat, war klasse. Zudem holte sie sechs Offensivrebounds. Ich habe nach dem Spiel zu Kendall gesagt, dass wir im Oktober 2013 unser Heimspiel auch ganz knapp gegen Wasserburg gewonnen haben. Wie Kendall heute, habe ich damals den entscheidenden Dreipunktewurf von der gleichen Position aus getroffen.“ Dank des überraschenden Heimsieges und der zeitgleichen Heimniederlage der Saarlouis Royals gegen Göttingen ist den ChemCats Platz acht in der Tabelle nicht mehr zu nehmen, die Playoff-Teilnahme damit gesichert. Der Gegner steht bereits nach dem heutigen Spieltag fest: Rutronik Stars Keltern. Durch die Wasserburger Niederlage ist den Sternen Platz eins nach der Hauptrunde nicht mehr zu nehmen. Bevor die Playoffs allerdings starten reisen die Chemnitzerinnen am nächsten Samstag zunächst noch zum Herner TC und richten am darauffolgenden Wochenende das Pokal Final Four in der Richard-Hartmann-Halle aus.

ChemCats – Wasserburg 67:60 (39:33)
Vidal-Geneve (11), Klerx(2), Asoro (15 | 12 Reb), Audere (4), Peroche (2), Noble (17 | 11), Barkley (0), Gaba (0), Kalaydjiev, McQuade (16 | 4 Dreier).

rlslsb