WNBL unterliegt nach Aufholjagd dem Deutschen Meister knapp

Es zieht sich bisher wie ein roter Faden durch die WNBL-Saison. Immer wieder muss das Chemnitzer Team auf Spieler verzichten – zum 5. Mal kämpft man sich nach Rückständen wieder zurück und wieder steht am Ende mit leeren Händen da.

Der Start ins Spiel verlief vielversprechend. Der eigene Game-Plan wurde gut umgesetzt – im Angriff machte man das Spiel schnell und in der Verteidigung ging man aggressiv zu Werke. So konnte über das gesamte 1. Viertel eine Führung behauptet werden. 16-15 am Ende. Diese hätte allerdings höher ausfallen können.

Im 2. Viertel hatte sich der amitierende Deutsche Meister aus Braunschweig/ Wolfenbüttel, dann allerdings deutlich besser auf die Chemnitzer eingestellt und übernahm die Führung. Die gute Verteidigungsarbeit der jungen Chemnitzerinnen verhinderte allerdings, dass sich die Gäste weit absetzen konnten. Als sich dann noch Anabel Neuber-Valdez beim Zug zum Korb verletzte kam ein Bruch ins Spiel der Gastgeberinnen. Da auch Julia Wolfram bereits mit 3 Fouls auf der Bank Platz genommen hatte, ware die Rotation im kleinen Kader der Chemnitzinnen dahin. Kurz vor Schluss des 2. Viertels leistet man sich einige unnötige Ballverlsute und Wolfenbüttel konnten binnen 60 Sekunden deutlich davonziehen. Mit einem 21:37 Rückstand ging es in die Kabine. Die meisten Zuschauer rechneten sicherlich damit, dass das Spiel nun schon entschieden sei.


Doch der Chemnitzer Bundesliga Nachwuchs kam mit viel Energie zurück auf das Spielfeld. Schon im Hinspiel hatte man nach einem großen Rückstand das Spiel fast gedreht. Und auch diesmal machte man sich ans Werk. Langsam aber sicher wurde der Rückstand kleiner. Die Chemnitzer Verteidigung stand sicher, man kontrollierte den Rebound und im Angriff übernahmen viele Spielerinnen die Verantwortung. Bis zum Ende des 3. Viertels hatte man den Rückstand auf 11 Punkte verkürzt. Die Gäste hatten ihren Rhythmus im Angriff verloren. Auch im 4. Viertel das gleiche Bild. Aber das Chemnitzer Team ließ zuviele Chancen aus – so dass die Gäste ihre Führung behaupten konnten. Für Julia Wolfram war 6 Minuten vor Schluss das Spiel mit 5 Fouls beendet. Trotzdem blieb man am Drücker. 80 Sekunden vor Ende – Chemnitz mit 6 Punkten hinten – Ballgewinn durch Tina Grundmann schneller Pass nach vorn – leider wird der einfache Korbleger vergeben – das wäre die Chance gewesen das Spiel entgültig zu drehen. So konnten die Gäste am Ende in Chemnitz jubeln.

"Heute war sicherlich mehr drin aber die Schwächephase vor der Pause den Rückstand sehr hoch werden lassen. Trotzdem hatten wir die Chance das Spiel noch zu drehen. Leider lassen wir im Schlussviertel zu viel liegen. Wir mussten aufgrund des Rückstands wieder sehr viel investieren um zurückzukommen. Das ist mit unserer sehr kurzen Rotation immer eine sehr große Aufgabe“ meint Trainer Seltner zum Spiel.

Die personelle Situation könnte zum nächsten Spiel in Halle wieder etwas besser aussehen. Linnea Buschbeck wird nach langer Verlertzungspause wieder dabei sein und auch Una Gotthardt wird das Team wieder verstärken können.

Von Thomas Seltner

  • 01.09.2017 17:30 Uhr Karlovy Vary
    • 08.10.2017 16:00 Uhr Keltern

rlslsb