Nach Berlin vor ist Berlin

Für die WNBL der Chemcats steht am Sonntag das Auswärtsspiel gegen den Meisterschaftsfavoriten TuS Lichterfelde in Berlin auf dem Programm. Das Team der Coaches Tilmann Rocha und Alex März (Ex-Bundestrainerin) ist eins der Top-Teams der WNBL. Um Top-Talent Nyara Sabally und die Jugendnationalspielerinnen Meret Kleine-Beek, Lelya Öztürk, Vicki Poros hat sich in Berlin eine schlagkräftige Truppe entwickelt. Insgesamt 6 Spielerinnen kommen in der 2. Liga regelmäßig zum Einsatz. Besonders beeindruckend sind dabei die Statistiken von Sabally die in durchschnittlich 31 Minuten 19 Punkte und 13 Rebounds auflegt.

Genau wie das Chemnitzer Team musste sich Lichterfelde dem Vorjahresmeister Wolfenbüttel knapp geschlagen geben. Das war es dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Während TuS Lichterfelde 3 klare Siege verbuchen konnte – musste das Chemnitzer Team 3 knappe Niederlagen hinnehmen. Die Saison ist im Augenblick geprägt von verletzungsbedingten Ausfällen.

Auch so beim letzten Heimspiel gegen ALBA Berlin. Neben Elea Gaba musste man auf Linnea Buschbeck und Jil Naja König verzichten. Immerhin konnte Una Gotthardt ihren Saisoneinstand geben. Nach einem durchwachsen ersten Viertel (10:17) kam Chemnitz besser ins Spiel und kontrollierte das Spielgeschehen über weite Strecken im 2. Viertel. Eine kurze Schwächephase am Ende des Viertels gab aber ALBA wieder die Möglichkeit den Vorsprung ausbauen (24:31). Im 3. Viertel startet ALBA gut und baute den Vorsprung auf 12 Punkte aus. Doch jetzt übernahm Chemnitz wieder. Angeführt von Point Guard Tina Grundmann  kämpfte man sich zurück ins Spiel. Leider ließ man vorne einige einfache Punkte liegen. So konnte ALBA mit einem 43:37 Vorsprung ins Schlussviertel gehen. Chemnitz war aber weiter am Drücker. Lilli Frölich übernahm nun viel Verantwortung. Chemnitz schien das Spiel drehen. Bei noch 75 Sekunden zu spielen war Chemnitz auf 52:53 dran. Bei Berliner Ballbesitz war die Wurfuhr fast abgelaufen als J. Abbott einen Notwurf aus knapp 8 Metern im Chemnitzer Korb unter. Zwar konnte Mannschaftskapitän Svantje Buschbeck im Gegenzug nochmal verkürzen. Leider fanden die anschließenden Würfe nicht mehr den Weg in den Korb. So konnten die Gäste mit einem 57:54 Sieg im Gepäck die Heimreise antreten.

Für das Chemnitzer Team blieb leider wieder nichts zählbares übrig. Trotzdem war das Spiel wieder ein großer Schritt nach vorn.

Jetzt heißt es gegen TuS Lichterfelde ein ordentliches Spiel abzuliefern und wieder einen Schritt nach vorn zu machen. Jil Naja König wird das Team wieder verstärken, während Linnea Buschbeck noch ausfallen wird. Auch der Einsatz von Doppellizenzspielerin Lilly Feistkorn ist noch fraglich.

Von Thomas Seltner

  • 01.09.2017 17:30 Uhr Karlovy Vary
    • 08.10.2017 16:00 Uhr Keltern

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