Großer Kampf reicht nicht zum Sieg

Das WNBL Team muss weiter auf den 1. Saisonsieg warten. Auch in Göttingen konnten die jungen Chemnitzerinnen nicht siegen. Die Voraussetzungen für das Spiel waren nicht die Besten. Bei Linnea reichte es nach der Verletzung noch nicht für einen Einsatz. Julia und Meike gingen mit starken Erkältungen ins Spiel und auch Jil wird nach Ihrer Verletzungspause noch eine Weile brauchen bis sie wieder komplett fit ist. Trotz dieser Probleme wollte man in Göttingen siegen. Der Start ins Spiel verlief sehr zäh. Die Verteidigung stand sicher doch im Angriff fehlte die Präzision. Zu häufig suchte man den Abschluss von der 3er-Line anstatt das Brett zu attackieren. 3mal vergab man freie Würfe nach Ballgewinnen. So lag man nach 10 Minuten bereits 15:9 hinten. Im zweiten Viertel agierte man vorne mit Zug zum Korb – doch der Ball wollte einfach nicht reinfallen. Es war wie verhext. Dazu ließ man in diesem Viertel noch 8 Freiwürfe liegen. In der Verteidigung wurde weiter konzentriert gearbeitet. So konnte verhindert werden das Göttingen spielentscheidend absetzt. 26:13 zur Halbzeitpause.

So etwas hat man selten erlebt – entsprechend geknickt ging es in die Kabine. Doch nach Pause sollte es wieder besser laufen. Wie schon gegen Halle und Wolfenbüttel startet das junge Team ein Comeback. Angeführt von einer starken Tina Grundmann kam das Team zurück ins Spiel. Die Verteidigung stand sicher und im Angriff erarbeitet man sich langsam einen Rhythmus. Der Rückstand schmolz Stück für Stück. Einziger Wehrmutstropfen bis hierhin Foul 3 und 4 von Anabel Neuber Valdez. 37:30 führte Göttingen nur noch nach 30 Minuten. Gastgeber wechselten viel durch und hofften damit die Gäste müde zu spielen. Doch Chemnitz war am Drücker. Der Ball wurde gut bewegt und auch am Offensiven Brett arbeitet man gut. 4:30 vor dem Ende schien das Spiel endgültig zu kippen. Tina Grundmann brachte die Gäste per 3er erstmals in Führung. Doch direkt im Gegenzug foulte man beim die Göttinger unnötig beim 3er Versuch. Der Wurf ging weit vorbei – Anabel kassierte ihr 5 Foul und Göttingen verwandelte alle 3 Freiwürfe und ging wieder in Führung.  Das brachte einen Bruch ins Chemnitzer Spiel. In der Folge pendelte sich Rückstand bei 4 Punkten ein. Man musste Göttingen an die Freiwurflinie schicken, doch die blieben souverän und konnten am Ende den Sieg feiern.

Fazit vom Trainer: Unsere Situation ist im Augenblick nicht ganz einfach. Der Ausfall von wichtigen Stützen ist schwer zu kompensieren. Trotzdem hatten wir wie schon gegen Halle die Möglichkeit das Spiel zu drehen. Positiv ist, dass andere Spieler jetzt Verantwortung übernehmen und daran wachsen werden. Tina geht mit viel Energie voran. Julia und Lilli machen große Schritte nach vorn und auch Meike agiert deutlich stabiler. Wir haben heute viel investiert, doch das 2. Viertel war einfach zu schwach. Jetzt heißt es nach vorn schauen. Wir haben jetzt 2 Wochen um Dinge stabiler zu bekommen, 2 Wochen in den Jil näher an die alte Leistungsstärke kommen wird und wir werden Una nach überstandener Verletzung wieder im Kader haben.

Von Thomas Seltner

  • 01.09.2017 17:30 Uhr Karlovy Vary
    • 08.10.2017 16:00 Uhr Keltern

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