Spiel, Satz, Sieg

Ganz großes Tennis haben die Zuschauer der Chemnitzer Schloßteichhalle am Sonntagnachmittag erleben dürfen. Naja, zumindest sprichwörtlich, denn gespielt wurde dann doch Basketball, auch, wenn es wie im Tennis, ständig hin und her ging. Der vorletzte Spieltag und somit das letzte Heimspiel der regulären Saison stand für das Team von Amanda Davidson auf dem Plan. Gegner dabei waren die Royals aus Saarlouis. Für beide Mannschaften stand dabei noch einiges auf dem Spiel.

Während das Team von Hermann Paar um eine gute Playoffs-Position kämpft, wollten die Katzen den Klassenerhalt sichern. Da tatsächlich immer noch keine Schiedsgerichtentscheidung im Fall Freiburg gefallen ist, musste also ein Sieg her, um sämtlichen Rechenspielchen aus dem Weg zu gehen.
So starteten die Gastgeberinnen entschlossen in die Partie, um nicht, wie so oft schon in dieser Saison, einem großen Rückstand hinterher laufen zu müssen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den die Cats nach den ersten zehn Minuten ganz knapp mit 24 zu 23 für sich entscheiden konnten. Verheißungsvoll gestalteten sich die ersten Minuten des zweiten Viertels. Bis auf neun Punkte konnten die Chemnitzerinnen davon ziehen. Wie allerdings aus den Spielen der bisherigen Saison bekannt, hat das leider nichts zu bedeuten. So auch an diesem Sonntagnachmittag. Kurz vor Viertelende hatten sich die Saarländerinnen einen Punkt Vorsprung erarbeitet. Dank eines Dreiers von der stark aufspielenden Margot Vidal-Genéve (einer von insgesamt vier in der ersten Halbzeit für sie) konnten die ChemCats mit einer 40 zu 38-Führung in die Halbzeitpause gehen. Im dritten Spielabschnitt schafften es die Katzen sich ein kleines Punktepolster von sieben Punkten zu erarbeiten. So ging es beim Stand von 61 zu 54 in die alles entscheidenden zehn Minuten. In denen hatten die Royals nach knapp der Hälfte die Begegnung wieder ausgeglichen. 65 zu 65, das Spiel auf Messers Schneide und es ging weiter hin und her. Die Sächsinnen vergaben ihre Möglichkeiten, sich leicht abzusetzen und so kam es, wie es kommen musste. Mit quasi fast dem letzten Angriff versenkte Angela Tisdale einen Korbleger zum 71 zu 70 für die Gäste. Schockstarre auf den Zuschauerrängen. Nicht schon wieder, so nah dran gewesen und erneut mit leeren Händen da stehen. 3 Sekunden blieben noch, um doch noch den einen Korb zu erzielen. Amanda Davidson gab in einer Auszeit die letzten taktischen Anweisungen. Und tatsächlich, der Ball landete in den Händen von Maegan Conwright, die eiskalt blieb, sich auf ihrem Weg zum Korb nicht mehr aufhalten lies und zum umjubelten Sieg traf. Ganz großes Tennis. Mit dem 72 zu 71-Heimsieg sichern sich die Cats nicht nur den achten Saisonsieg, sondern auch den Klassenerhalt. Zur Feier des späten Nachmittags spendierte Präsident Andreas Wagner eine Runde Freibier: "Viele haben uns vor der Saison als Absteiger Nummer eins gehandelt, umso glücklicher sind wir, dass wir einen Spieltag vor Schluss den Klassenerhalt geschafft haben. Jetzt können wir entspannt nach Wasserburg fahren". Nach Wasserburg könnte der Weg noch einmal führen. Mit dem Sieg gegen Saarlouis haben die ChemCats sogar noch die Möglichkeit die Playoffs zu erreichen. Dazu dann aber in der nächsten Woche mehr.

 

ChemCats - Saarlouis 72:71
Hempe (26 Punkte | 13 Rebounds), Kuklok (0), Gröning, Vidal-Genéve (21), Bozikov (2), Borchers (0), Peroche (0), Conwright (13), Böhmke (6), McQuade (4).

  • 01.09.2017 17:30 Uhr Karlovy Vary
    • 08.10.2017 16:00 Uhr Keltern

rlslsb