Überraschung in doppelter Hinsicht

Für den Verein liegt ein ereignisreiches Wochenende mit der einen oder anderen Überraschungen hinter sich. Zum einen überzeugten die CATSchen in der Weiblichen Nachwuchs Bundesliga (WNBL) mit zwei souveränen Siegen und klettern in der Tabelle damit weiter nach oben, zum anderen konnten die Verantwortlichen der ChemCats mit Amanda Davidson die neue Trainerin der ersten Mannschaft vorstellen.

 

Nach einer Woche Bedenkzeit stand für Davidson die Entscheidung fest. "Eigentlich wollte ich vielleicht noch ein oder zwei Jahre selber spielen und danach in die Trainerlaufbahn starten, aber das Angebot die erste Mannschaft zu trainieren war eines von dem ich immer geträumt habe. Normalerweise fängt man als Trainer eher im Nachwuchs an, deshalb freue ich mich riesig über diese neue Herausforderung", so die Amerikanerin, die am Samstag im Rahmen des WNBL-Spiels den Vertrag unterzeichnete.
Gänzlich unerfahren ist die 31-Jährige, die bereits seit zehn Jahren in Europa beziehungsweise Deutschland Basketball spielte, nicht. Zwischen den Basketballsaisons coachte sie in den USA junge Spieler und Spielerinnen zwischen zehn Jahren bis hin zum Collegealter. Auch in ihren sechs Jahren in Marburg und in den vergangenen beiden Saisons in Chemnitz coachte sie bereits den Nachwuchs. Ein weiterer Vorteil ist, dass die 1,70 Meter große Aufbauspielerin Deutschland und die Liga seit inzwischen neun Jahren kennt. Man könnte fast meinen in weiser Voraussicht unterstützte der Verein im vergangenen Sommer Amanda Davidson bei der Trainerausbildung und darf sich zurecht über eine weitere B-Lizenz im Verein freuen. Für den neuen Headcoach beginnen damit die Vorbereitungen auf die neue Saison, während das Team von Toni Dirlic in der Nachwuchs Bundesliga noch aktiv ist und um den Einzug in das große TOP4 kämpft. Einen Schritt in die richtige Richtung konnten die jungen CATSchen mit zwei souveränen Siegen am Wochenende machen. Im Spiel am Samstag gegen die SG Rhein Berg/Erft konnte man nach dem Ergebnis im Hinspiel durchaus mit einem Sieg rechnen. Nach einem etwas holprigen Start entschieden die Katzen das Spiel am Ende deutlich mit 94 zu 51 für sich und die Blicke gingen schon auf das Spiel am Sonntag gegen den TSV Hagen. Dabei gastierte der bisher ungeschlagene Spitzenreiter in der stimmungsvollen Schloßteichhalle. Zunächst entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich die Einheimischen in Richtung Halbzeitpause hin langsam Punkt für Punkt etwas absetzen konnten. So wurden beim Stand von 44 zu 35 die Seiten gewechselt. Was Coach Dirlic seinen Mädels in der Halbzeitpause wohl mit auf den Weg gegeben hat? Es muss gut gewesen sein, denn in einem furiosen dritten Viertel stellten die Chemnitzerinnen die Weichen endgültig auf Sieg und fügten Hagen damit die erste Niederlage zu (72:45). Die Gäste aus Niedersachsen konnten in den letzten 10 Minuten zwar noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, am Ende steht aber ein ungefährdeter 88 zu 77 Erfolg für die CATSchen. Damit geht es in zwei Wochen im Heimspiel gegen den Herne TC um den dritten Platz in der Tabelle.


ChemCats - Rhein Berg/Erft 94:51 (47:29)
Beckmann (4), Böhmke (6), Buschbeck (5), Gaba (9), Kluge (15), Köhler (6), Kunze (2), Land (6), Lißner (2), Peroche (4), Reimann (11), Stammer (24).

ChemCats - Hagen 88:77 (44:35)
Beckmann (10), Böhmke (22), Buschbeck (3), Gaba (13), Gotthard (2), Kluge (6), Köhler (0), Land (0), Lißner (2), Peroche (9), Reimann (7), Stammer (14).

  • 30.09.2016 20:00 Uhr Halle Lions
    • 03.10.2016 16:30 Uhr Hannover

rlslsb