Klasse gesichert

Der letzte Spieltag der Hauptrunde in der 1. Damen Basketball Bundesliga musste also die Entscheidung über den Klassenerhalt bringen. Dafür benötigte das Team von Toni Dirlic unbedingt einen Sieg, um sich den letzten verbliebenen Platz in der Eliteliga aus eigener Kraft sichern zu können. Gegner bei diesem Unterfangen waren am Samstagabend die Eisvögel aus Freiburg.

Sprungball gewonnen, den Ball aber gleich wieder verloren. Keine Minute später steht es bereits fünf zu null für die Gäste aus dem Breisgau. Mit Sicherheit nicht der Start ,den sich die ChemCats für diesen Abend vorgestellt hatten. Wahrscheinlich war es aber genau dieser Wachrüttler, den die Katzen benötigt haben, denn was danach folgte war ein wahres Feuerwerk. Mit 14 Punkten in Folge binnen fünf Minuten drehten die Einheimischen die Partie und gestatteten dem Gegner im ersten Viertel nur noch zwei weitere Pünktchen. So endeten die ersten 10 Minuten beim Stand von 21 zu sieben für die Cats. Wer dachte das Spiel wäre bereits entschieden sah sich in den nächsten Minuten eines Besseren belehrt. Die Freiburgerinnen kämpften sich zurück und verkürzten zu Mitte des zweiten Viertels auf 23 zu 20. Bis zur Halbzeit schufen sich die Sächsinnen beim Stand von 43 zu 33 dann aber wieder ein zweistelliges Punktepolster. In der Halle traute man dem Braten noch nicht. Zehn Punkte im Basketball können auch wieder ganz schnell weg sein, zumal auch der Liveticker aus Saarlouis ausgefallen war und man keine Informationen über den aktuellen Spielstand hatte. Coach Dirlic schien in seiner Halbzeitansprache die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Gastgeberinnen zeigten ihren Fans in der gut gefüllten Schloßteichhalle im dritten Viertel noch einmal begeisternden Basketball. Bis auf fast 30 Punkte konnten sich die ChemCats Mitte des dritten Viertels absetzen (76:48). Allen Beteiligten, Fans, Spielerinnen, Verantwortlichen und Trainer sah man jetzt die Last der letzten Wochen von den Schultern fallen. Die Gäste aus dem Breisgau betrieben bis zum Ende des Spiels zwar noch etwas Ergebniskosmetik, am Ende steht aber ein ungefährdeter 84 zu 67-Erolg, mit dem sich die Katzen den Klassenerhalt und somit ein weiteres Jahr Erstligabasketball in Chemnitz sichern. Gleich fünf Spielerinnen konnten sich dabei zweistellig in die Liste der fleißigsten Punktesammlerinnen eintragen. Amanda Davidson (zehn), Marina Dzinic (zehn), Liene Priede (11), Molly Schlemer (16), die dazu noch 9 Rebounds einsammelte und Tina Menz (19), die noch sieben Assists verteilte. Mit diesem Wert sichert sich die Kapitänsfrau (durchschnittlich 4,7 pro Spiel) die Spitzenposition als beste Vorlagengeberin der gesamten Liga.
Nach dem gemeinsamen Teamessen am Montagabend geht es für fast alle Spielerinnen erst einmal in die Saisonpause. Für fast alle, da insbesondere die Spielerinnen in der weiblichen Nachwuchs Bundesliga (WNBL) noch große Ziele haben. Mit den Siegen in Herne (52:53) und bei den Rhein Girls Baskets (52:71) ist ein guter Schritt Richtung TOP4 im Norden gemacht.

ChemCats - Freiburg 84:67 (43:33)
Peak (5), Menz (19), Mihalyi (5), Borchers (0), Bondarenko (8), Priede (11), Dzinic (10), Davidson (10), Schlemer (16).

  • 30.09.2016 20:00 Uhr Halle Lions
    • 03.10.2016 16:30 Uhr Hannover

rlslsb